Die Heilpraktikerausbildung - eine alternative zur Hebammenausbildung?

... oder was tun wenn es nicht mit der Ausbildung klappt und Frau z.B. keinen Ausbildungsplatz zur Hebamme ergattern kann.

Die Heilpraktiker Ausbildung
In Deutschland ist die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“ geschützt und umfasst Personen, die mit staatlicher Erlaubnis als Heilpraktiker praktizieren dürfen. Heilpraktiker benötigen in Deutschland keine ärztliche Approbation oder Berufsausbildung um ihren Beruf auszuüben, allerdings ist eine der Grundvoraussetzungen für die Ausübung des Heilpraktiker-Berufes eine abgeschlossene und bestandene Prüfung. Auf eine bestandene Prüfung erfolgt die staatliche Zulassung.

Es gibt keine Ausbildung für den Beruf, da in Deutschland keine einheitliche Regelung für die Ausübung des Berufes herrscht. Die Voraussetzungen differieren von Bundesland zu Bundesland, wobei die Erlaubnis zur sogenannten berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung bundesweit durch eine amtsärztliche Überprüfung nachgewiesen werden muss – aber auch hier unterscheiden sich die Regelungen. Um die Voraussetzungen für die jeweiligen Bundesländer zu erfahren, sollten sich angehende Heilpraktiker bei den Verbänden informieren. Grundsätzlich gelten die folgenden Angaben als Bundesland übergreifend:
um eine Zulassung zu erhalten, muss der Proband bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dies beinhaltet ein Mindestalter von 25 Jahren, körperliche und geistige Eignung für den Beruf, sowie einen Hauptschulabschluss und eine Genehmigung vom zuständigen Gesundheitsamt. Die Vorgaben ergeben sich aus dem deutschen Heilpraktikergesetz: http://de.wikipedia.org/wiki/Heilpraktikergesetz
Eine gesetzliche Verpflichtung zur Ausbildung besteht zwar nicht, allerdings ist es kaum möglich die Prüfung zu bestehen ohne sich vorher mit dem Thema innerhalb einer Ausbildung ausführlich beschäftigt zu haben.

Die amtsärztliche Überprüfung erfolgt schriftlich und mündlich, wobei die Zulassung zur mündlichen Prüfung erst erteilt wird, wenn die vorhergegangene schriftliche Prüfung bestanden wurde.
Die duale Prüfung dient zur Bewertung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Anwärter, denn diese dürfen nur praktizieren, wenn keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Patienten ausgeht. Wer zur Prüfung antritt, muss ein medizinisches Basiswissen vorweisen können. Fragen zu den Themen Pathologie und Anatomie, allgemeine Krankheitsbilder, Diagnostik und Pharmakologie sind Pflichtprogramm. Vorhergegangene Erfahrung in Berufen des Gesundheits-wesens ist daher von großem Vorteil. Da keine gesetzliche Regelung besteht, ist auch die Ausbildungsdauer unterschiedlich organisiert. Es kann gesagt werden, dass 2-3 Jahre die Regel bilden – dies ist zumindest in den meisten privaten Schulen der Fall. Ein Ausbildungsplatz sollte daher sorgfältig ausgewählt werden, denn die Qualität der Ausbildung sorgt letztendlich für eine gut fundierte Wissensbasis. Nur so ist es möglich die Prüfung zu bestehen.
Anlaufstellen für Informationen zur Vergabe von Ausbildungsplätzen sind Heilpraktiker Verbände, wie zum Beispiel der Allgemeine Deutsche Heilpraktikerverband e.V. (ADHV)
(->http://www.adhv.de/), die eng mit den Schulen zusammenarbeiten und diese teilweise auch unterhalten. Verbände vertreten die Interessen der Heilpraktiker und bieten unter anderem auch Fortbildungen, Beratung und weitere Service-Leistungen an. Zu Beginn der Ausbildung wird der Azubi hauptsächlich darauf vorbereitet, gesundheitliche Probleme zu erkennen und die jeweilig richtige Lösung und Hilfestellung zu finden. Im ersten Jahr werden deshalb grundlegende medizinische Themen wie Anatomie, Physiologie, Pathologie, Differenzialdiagnose FRZ, Massagen, Desinfizierung Hygiene und Blutabnahme angegangen, um dem Azubi eine ganzheitliche, 360-Grad ausgerichtete Vorbereitung für den Beruf zu ermöglichen. Im zweiten und dritten Jahr werden die Heilmethoden gelehrt, also Schröpfen, Bachblüten, Edelsteintherapie, Injektionstherapie, Psychosomatik und viele mehr.

Ein Heilpraktiker darf zusätzlich zur Behandlung von körperlichen und seelischen Leiden eigene Therapien durchführen, die eine körperliche Behandlung vorrausetzen. So sind zum Beispiel Akupunktur, Akupressur und Bluttherapien häufige Einsatzgebiete. Ein Heilpraktiker für Psychotherapie hingegen darf Beschwerden und Leiden durch Gesprächstherapien, Psychoanalyse, Verhaltenstherapien, kognitive Behandlungen und systematische Therapie behandeln. Um die Betitelung Heilpraktiker für Psychotherapie zu erhalten, muss man sich für eine Zulassung auf dem Gebiet der Psychotherapie entscheiden.

Eine sehr gute Informationsquelle rund um den Beruf des Heilpraktikers und um die Ausbildung zum Heilpraktiker findest Du unter:

einige nützliche informationen zum Thema ausbildung & hebamme und zur Heilpraktikerausbildung bieten auch folgende links:

 

 

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