Aufnahmeprüfung und Vorstellungsgespräch Hebammenausbildung

Das Bild zum Text Aufnahmeprüfung Hebamme
Hier also ein paar hoffentlich hilfreich Infos für eure Vorstellungsgespräche. Also, grundsätzlich laufen diese Vorstellungsgespräche und die Aufnahmeprüfung zur Hebammenausbildung in jeder Stadt sehr unterschiedlich ab, da es jeder Hebammenschule freigestellt ist, wie und nach welchen Kriterien sie ihre Auzubildenden auswählt.  

Es gibt aber meiner Erfahrung nach dennoch einige Dinge, die überall ähnlich ablaufen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Du, meist im Einzelgespräch, zu deinem Lebenslauf, deiner Familiensituation, deinen Hobbys, deinen bisherigen Tätigkeiten – schlicht, zu deiner Person erzählen sollst. Hier wird dann schnell auch die Frage nach bisher geleisteten Praktika und deinen Erfahrungen im Bereich Geburtshilfe aufkommen. 

Super ist, wenn Du schon einige Wochen - oder sogar Monate – in einem Kreissaal mitgearbeitet und so schon ein konkreteres Bild von Geburten bekommen hast.  Aber auch Praktika bei freiberuflichen Hebammen sind in jedem Fall sehr hilfreich. (Natürlich ist es auch gut, schon die Arbeit auf einer Wochenstation kennen gelernt zu haben, aber da diese Arbeit nur den Teil der Wochenbettbetreuung  und der Stillberatung “abdeckt“, würde ich Dir wirklich raten, im Vorfeld mindestens ein geburtshilfliches Praktikum zu machen. Einfach für Dich – denn bei der Begleitung einer Gebärenden muss man nicht nur Blut sehen, sondern auch in teilweise schwierigen oder für die Frau schmerzvollen Momenten Ruhe ausstrahlen können – und das ist ja bekanntlich nicht jedermanns Sache…).

Ok, genug Weisheiten zu Praktika ;) Bei den meisten Vorstellungsgesprächen  folgt dann noch irgend eine Art von Gruppenaufgabe (Aufnahmeprüfung Hebammenausbildung), bei der man wohl feststellen will, wie Du Dich in einer Gruppe bewegst, wie Du dich an Diskussionen beteiligst, ob Du deine Meinung vertreten kannst, ob Du anderen zuhörst… Ich denke, das wichtigste ist immer, offen und authentisch zu bleiben - und zerbreche Dir nicht im Vorfeld den Kopf über eventuelle Fragen, die kommen könnten. 

Denn ich bin mir ziemlich sicher, die wollen keine auswendig gelernten perfekten Antworten, sondern einfach nur im Gespräch herausfühlen, ob Du zu diesem wirklich spannenden Beruf passen könntest.  Also, nimm einfach ein entspannendes Bad und trinke einen beruhigenden Tee (Lavendel wirkt da zum Beispiel hervorragend ;)  und lass es Dir gut gehen: Ob es klappt mit dem Ausbildungsplatz oder nicht liegt gar nicht nur in deiner Hand! Da ist immer auch ne ganze Hand voll Glück dabei…

Hier aber noch ein paar persönliche Tipps von mir:

1.Rechne für den Weg zum Vorstellungsgespäch bzw. zur Aufnahmeprüfung übertrieben viel Zeit ein. Damit Du nicht ins Schwitzen kommst, wenn die S-Bahn mal wieder nicht fährt oder Du in der fremden Stadt trotz Navi den Weg nicht so schnell findest. Denn: Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind in der Hebammerei  nun mal unverzichtbar…

2.Keine angemalten, abgekauten oder schmutzigen Fingernägel. Denn trotz aller wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse: Hebammenarbeit bleibt HANDarbeit!

3.Dass Du eventuell rauchst, darf man nicht schon von weitem riechen!! Denn nicht nur die meisten Schwangeren,  auch viele Hebammen reagieren sehr empfindlich auf Nikotingerüche.

4.Überlege Dir ein, zwei Aspekte, die Dich an diesem Beruf begeistern - dass die Babys so süß sind ist ist  zwar wahr, aber in diesem Zusammenhang besser für sich zu behalten.

In diesem Sinne: Ganz viel Glück und Spaß bei den Gesprächen. Und Egal was am Ende dabei rauskommt: Ihr  werdet in der Hebammenausbildung mit Sicherheit ganz spannende und tolle Menschen kennenlernen. Also freut Euch drauf!

P.S. (Bild) wie schön heute parkte eine Hebamme direkt vor unserem Haus - und darauf steuern wir ja bereits bei der Aufnahmeprüfung zur Hebammenausbildung zu.