Hebammenschule als alleinerziehende Mutter

Hebammenschule als alleinerziehende Mutter

Beitragvon dora am So 20. Nov 2011, 11:14

Hallo,
ich bin 26 Jahre alt, habe 2 Jungs, 2 und 5 und bin seit Ende Frühjahr von meinem Mann getrennt. Ich habe nach 2 Jahren mein Studium abgebrochen (angewandte Fremdsprachen) und bin mit meinem Frend zusamengezogen. Habe hier und da gearbeitet und versucht, mich durchzuschlagen. Mein Mann hat 6 Jahre lang kein Pfennig verdiennt bis ich ihn schliesslich rausgeschmissen habe. So, jetzt überlege ich mir, was ich mit meinem Leben eigentlich anfangen will. Ich wohne übrigens nicht in Deutschland, sondern in Franckreich, wo ich trotz deutscher Staatsangehörigkeit auch geboren bin. Meine Schwester studiert schon mehere Jahre in Aachen. Oma will ein Pfennig dazu machen, damit ich jetzt endlich eine Ausbildung bekomme. In Franckreich muss mann um Hebamme zu werden erst ein Jahr Medizin studieren und da komm ich nicht einmal rein. Habe nähmlich mein Abi nicht mit Schwerpunkt Natturwissenschaft sondern Humanistik absolviert... Überhaupt werde ich hier als Mutter die studieren möchte wirklich nicht geholfen, mann hat einfach mit 26 und 2 Kindern nicht mehr an studieren zu denken und wenn schon dann schon gar nicht etwas langes sondern irgendeine schnellausbildung in 6 Monaten.
Jedenfals meinen meine Oma und meine Schwester, in Deutschland werden Mütter etwas mehr geholfen. Ich habe sogar gesehen, das es in manchen Unis Kitas gibt und dass es in Mensen spezielle Abteilungen für Mütter mit Kindern gibt - beides wäre hier völlig undenkbar. Ich überlege mir also, ob ich nicht nach Deutschland ziehe sollte. Dann habe ich gesehen, das es in Aachen eine Hebammenschule gibt und mein alter Traumist wieder wach geworden: Hebamme werden. Und zwar habe ich 2 Hausgeburten hinter mir und habe mich auch sehr gut auf diese vorbereitet, also reingelesen in den Verlauf einer Geburt, was falsch gehen kann, was man tun muss, und so weiter. Beim ersten Kind war mir die Hebamme sehr behilflich, beim 2. war sie noch auf dem Weg und ich habe das Kind alleine zur Welt gebracht. Ein wundervolles Erlebnis. Ich möchte zwar keine Kinder mehr aber die Geburt selber würde ich noch mal mitmachen ;) Wenn mann seine Angst loswird und rausfindet, wie natürlich und schmerzlos das ganze verlaufen kann, wie stark eine Frau sein kann, dass ist einfach grossartig. Ich weiss natürlich, dass es nicht immer so toll laüft wie bei mir, aber seitdem habe ich den Traum, anderen Frauen zu helfen, ihre Kinder zur Welt zu bringen, ohne im Gyn. Stuhl festgebunden zu sein mit 2 Spritzen in Jedem Arm. Also d. heisst ich möchte Hausgeburrten betreuen (Deutsch ist zwar die Sprache meiner Mutter, aber nicht wirklich meine Muttersprache, ich hoffe, ich drücke mich richtig aus). Ich hätte da ein paar Fragen: kann mit jemand genaueres zum Stundenplan an einer Hebammenschule sagen, muss mir das ganze besser vorstellen können, wegen meinen Kindern.
Meine 2. Frage ist, meint ihr ich sollte in meiner Bewerbung von Hausgeburten und so Zeug reden, in Franckreich werden die sehr schlecht angesehen, eine Hebammenschülerin die so was von sich lässt wie "ich möchte Frauen helfen, ihre Kinder zu Hause zur Welt zu bringen" wird es sehr schwer haben. Aber ich glaube in Deutschland sieht das etwas anders aus. Als ich meinen Arzt damals gefragt habe, ob er wisse ob es in meiner Gegend Hebamme gäbe, die Hausgeburten machen, hat er mich rausgeschmissen (wenn ich mich und mein Kind umbringen unbedingt umbringen wollte, dann wolle er nichts damit zu tun haben).
Danke für eure Antwort...
dora
 
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Registriert: So 20. Nov 2011, 10:34

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