Praktikumstagebuch

Praktikumstagebuch

Beitragvon Katharina am Mo 17. Aug 2009, 17:02

Tag 1

Um 8 Uhr sollte ich im Krankenhaus sein und mich mit meiner Hebamme treffen. Leider war sie gerade im OP, denn ein Kaiserschnitt wurde gemacht, und so musste ich einige Zeit lang warten. Dann ging es los mit dem Versorgen des Baby, dass gerade so unsanft auf die Welt geholt wurde. Anschließend musste ich einen Geburtsbericht schreiben, bei dem sie mir erklärte, was ich wo hinschreiben sollte.

Zwischendurch habe ich bei einer Patientin den Fragebogen ausfüllen müssen, die stationär aufgenommen werden musste, weil ihre Urinwerte nicht gut waren. Sie wurde danach ans CTG angeschlossen.

Danach kam die Mutter aus dem OP, weil ihr Bauchschnitt genäht worden war. Dann habe ich zugesehen, wie meine Hebamme ihr Baby angelegt hat.

Anschließend mussten noch zwei Ultraschalle gemacht werden (ein Doppler und ein "normaler"), und weitere CTGs wurden gemacht.

Als wir fertig waren, sind wir schnell zum Bäcker und haben Brötchen geholt und auf der Fahrt zu den Hausbesuchen gegessen. Wir hatten nicht einmal Pause, nur kurz was trinken konnte ich, nicht mal auf's Klo gehen. Dennoch hat es, auch wenn es anstrengend war, viel Spaß gemacht!
Katharina
 
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Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon Katharina am Di 18. Aug 2009, 16:14

Tag 2

Heute begann ich meinen Tag um 9 Uhr in der Praxis meiner Hebamme. Es waren einige Schwangere zu Besuch und wir haben die Vorsorge geleistet. Dazu besprachen wir das Leben der Schwangeren, ob es Probleme gäbe oder alles gut läuft. Anschließend untersuchten wir den Bauch mit den Leopold'schen Handgriffen, um die Lage des Babys zu orten, und hörten schließlich die Herztöne ab.
Als wir fertig waren, besuchten wir ein paar junge Mütter zu Hause und haben die Nachsorge geleistet. Bei einer Frau mussten wir Tipps zur Hautpflege des Babys geben, da das kleine Mädchen einen ganz wunden Windelbereich und trockene Haut am Bauch hatte.
Bei der anderen Mutter war soweit alles in Ordnung, das Kind hatte nur vor kurzem einen Mundsoor, der jedoch schon wieder so gut wie vollständig abgeheilt war.
Dann war mein Tag heute auch schon zu Ende und morgen geht es um sieben Uhr in der Klinik weiter.
Katharina
 
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Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon Katharina am Mi 19. Aug 2009, 15:52

Heute um sieben Uhr haben wir bei der einen Frau den Wehenbelastungstest durchgeführt. Anfangs war normales CTG und es sah schlecht aus, der kleine hat aber nur geschlafen. Als wir ihn angeschuckelt haben und er aufwachte, war alles super und die Herztöne sahen super aus. Schließlich haben wir den Tropf angeschlossen und Wehen hergeführt. Obwohl die Mutter diese nicht spürte, hatte es negative Auswirkungen auf das Baby. Die Herztöne fielen ab und wir mussten einen Kaiserschnitt unter Vollnarkose machen...

Bei der OP war ich dabei und habe das Baby mit meiner Hebamme entgegen genommen. Wir wogen und maßen es. Es war ein Frühchen bei 36+3, wog 2300g. Nachdem wir das Baby untersucht hatten, musste es zur Beobachtung auf die Säuglingsstation. Dann wurde die Mutter auch schon wieder wach und wir versorgten sie. Aufgrund ihrer starken Schmerzen am Schnitt haben wir ihr ein Schmerzmittel gegeben und wegen der Infektionsgefahr ein Antibiotikum.
Katharina
 
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Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon BonaDea am Fr 21. Aug 2009, 17:55

finde deinen praktikumsbericht sehr schön ich freue mich auch schon riesig auf mein neues praktikum anfang dezember :-)
Weiter so und viel spaß !!! :D
BonaDea
 

Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon Katharina am So 23. Aug 2009, 09:17

Vielen Dank :) Dann berichte uns doch auch von deinem Praktikum ;)
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Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon BonaDea am Sa 29. Aug 2009, 10:58

werde ich machen fange aber erst am 27.11 an ;-) ich ffreue mich schon so sehr darauf
BonaDea
 

Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon admin am Mi 2. Sep 2009, 22:00

Hi Katharina, Dein Tagebuch war echt schön zu lesen - schreib das doch weiter...

Liebe Grüße aus Berlin,

Katta.
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Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon BonaDea am So 6. Sep 2009, 06:44

finde ich auch :-)
BonaDea
 

Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon Mia am Mi 9. Sep 2009, 19:25

Hallo!
Also ich finde es auch total interessant mal so die Erfahrungen von anderen zu lesen. Ich habe zwar noch keine in dem Bereich, will aber unbedingt im Oktober 2010 die Ausbildung zur Hebamme machen, wenn alles gut geht... Aber ich fange am Montag erstmal ein Praktikum im Kreißsaal an. Ich denke ich werde in den vier Wochen schon eine Menge sehen und freue mich auch schon total darauf, obwohl ich weiß, dass der Beruf sehr schwer ist. Aber ich hab das letzte Jahr ein FSJ gemacht und das war alles andere als leicht... Naja ich hoffe ich finde hier noch jemanden der schon im Kreißsaal ein Praktikum gemacht hat oder sogar in der Ausbildung ist! Ich freue mich über Antworten:)
Mia
 
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Re: Praktikumstagebuch

Beitragvon Katharina am Do 10. Sep 2009, 17:30

Nachtrag: Tag 4

Am vierten Tag machten wir Hausbesuche in der Gegend. Wir fuhren von einem Ort zum nächsten und waren sehr viel unterwegs. Als erstes haben wir ein 5 Tage altes Baby besucht und es gebadet. Als wir ankamen, hörten wir schon draußen das Weinen, der Kleine war wohl hungrig. Die Frau öffnete uns die Tür und das Kleine lag allein im Stubenwagen - Dies ist für mich ein schwieriger Teil in dem Beruf, denn ich bin immer mit sehr viel Herz bei Babys und mein Instinkt möchte mich dann immer antreiben, zu trösten. Doch einige Mütter sehen das anders und da sollte man Toleranz üben...
Meine Hebamme sprach dann die Mutter locker an "Ohje, da hat aber jemand Hunger!" und sie meinte: "Ach, vor zwei Stunden habe ich doch erst gestillt". Nach einigem Hin und Her hatte sie ihn wieder an die Brust gelegt und er trank zufrieden. Ich finde das Suchen der Babys, wenn sie Hunger haben, immer furchtbar niedlich :-) Als er satt und zufrieden waren, haben wir ihn gebadet und uns noch ein wenig unterhalten.
Nachdem wir die Familie wieder allein ließen, ging es zur Vorsorge. Wir haben den Bauch der Frau abgetastet und uns das Kinderzimmmer angesehen. Meine Hebamme erklärte den Eltern dann noch einmal, dass man das Kind im ersten Jahr am besten nicht alleine in einem Zimmer schlafen lassen sollte, weil das die Gefahr des plötzlichen Kindstods erhöht. Der Vater des Kindes erzählte dann, dass er mit 10 Geschwistern aufwuchs und das dort auch Gang und Gebe war und er ein Baby nicht allein lassen würde. Die Frau erzählte dann auch, dass sie es endlich geschafft hat, komplett das Rauchen aufzugeben.
Anschließend sind wir noch einmal ins Krankenhaus gefahren und haben die Kaiserschnittmama besucht. Es ging ihr gut, der kleine war aber leider immer noch auf der Station. Sie besuchte ihn aber regelmäßig und pumpte ganz oft Milch ab, damit das Stillen in Gang kommt.
Im Anschluss besuchten wir noch eine andere Mami, die ihr Kind an meinem ersten Praktikumstag per Kaiserschnitt bekam. Ihr und das Baby ging es sehr gut und das Stillen lief auch super. Die Mama sah gar nicht so aus, als hätte sie erst vor wenigen Tagen ein Baby bekommen ;-) Und wir besprachen ihre Entlassung zwei Tage später.
Schließlich ging ich nach Hause :-)
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