Unsicher...

Unsicher...

Beitragvon Ladyhawk am Fr 5. Feb 2010, 14:04

Hallo!

Ich hab mal eine Frage, bei der ich euren Rat gebrauchen könnte.

Mir geht der Beruf Hebamme einfach nicht aus dem Kopf. Allerdings bin ich mir unsicher bei dieser Entscheidung. Mein Gatte und ich wollen noch ein Baby und dann in vier Jahren nach Brandenburg umziehen. Ich bin jetzt 29 Jahre und wir haben zwei Kinder im Alter von 12 und 2 Jahren.

Habe ich eine Chance Hebamme zu werden, wenn ich in Brandenburg wohne und schon 33 bin? Ist das nicht schon ein bisschen alt? Nimmt mich dann überhaupt noch eine Hebammenschule in diesem Alter? Es versteht sich von selbst, dass dann meine Kinder "untergebracht" sind, wie es hier so schön geschrieben steht :D Wie schwer muss ich mir die negativen Seiten des Berufes vorstellen? Ungern möchte ich bei einem Vorstellungsgespäch überrascht werden :o :shock: Ich würde am liebsten diese Ausbildung jetzt sofort beginnen, aber mit Kinderwunsch wäre es nicht fair diesen Platz für jemanden zu besetzen, der diese Ausbildung in einem Rutsch durchziehen könnte :cry: Was mach ich denn jetzt nur :? :( ?

Liebe Grüße aus dem abtauenden Westerwald

Dani
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Re: Unsicher...

Beitragvon Ladybird am Fr 5. Feb 2010, 17:27

Hi Dani :)
an sich ist es nicht so, dass du mit 33 Jahren keine Chancen mehr auf einen Hebammenausbildungsplatz hast. Wenn du nach Brandenburg ziehen möchtest kommen für dich ja wahrscheinlich die beiden Schulen in Berlin und evtl. in Cottbus in Frage. Zumindest von Berlin weiß ich, dass sie gern und oft Mütter, die Anfang Dreißig sind, ausbilden. Allerdings hat Berlin auch mit die höchsten Bewerberzahlen Deutschlands von 1200-1500 Leuten pro Schule. Dementsprechend musst du ihnen gute Gründe liefern, warum du dich eignest. Außerdem nehmen sie fast nur Abiturienten oder Fachabiturienten. In Cottbus zudem nur Leute, die mindestens einen glatten 2er Abischnitt haben. Ich möchte dich damit jetzt aber keinesfalls vergraulen! Wenn du den Beruf wirklich erlernen möchtest dann kannst du das auch schaffen!
Wenn ich dich richtig verstanden habe bist du dir aber auch noch nicht ganz sicher oder?
Nutz die nächsten Jahre einfach um möglichst viel Praktikumserfahrung zu sammeln- zum einen verlangen die Schulen das heut ohnehin von ihren Bewerbern und zum anderen kannst du so ja auch am besten herausfinden ob sich der Beruf für dich eignet oder nicht.
Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Entdeckung deines Traumjobs ;)
LG Ladybird
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Re: Unsicher...

Beitragvon Ladyhawk am Sa 6. Feb 2010, 19:57

ja, ich bin mir nicht sicher, weil ich nicht weiß, wie hart dieser job wirklich ist. leider hab ich nur eine kaufmännische ausbildung und somit keinerlei ahnung von einem pflegejob. aber das, was ich bisher gelesen und höchstpersönlich miterlebt habe (zwei kinder, aber das schrieb ich bereits, oder? :) ) gefällt mir sehr. und die tatsache, das es mich schon seit jahren nicht losläßt, zeigt mir, dass dieser job eher was für mich ist, als meine kaufmännische ausbildung! ich wollte nie eine kauffrau sein, aber bevor ich in meinem jetzigen alter gar nichts bin, hab ich die lieber gemacht, als nichts.

kann ich denn diese praktika einfach so machen? ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass die krankenhäuser mich ohne irgendeine vorbildung in diesem job dafür einstellen. kannst du mir da vllt. den einen oder anderen tipp geben, wie ich trotzdem an solche praktika rankomme? durch meine unkenntnisse erwarten mich doch garantiert nicht ansatzweise so viele und interessante aufgaben, wie bei den anderen. prinzipiell kann ich mich doch dann mit diesen referenzen nur noch unauffälliger gegenüber den anderen bewerbern machen, als ich eh schon... jetzt bin ich frustriert! :cry:

boah und wenn das in berlin und cottbus so heftig mit den bewerbungen ist, bekomm ich angst. ich hab kein abi, nur nen 3er realschulabschluss und eben diese ausbildung. au man, warum sind die jobs, von denen ich träume immer so schwer zu erreichen?
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Re: Unsicher...

Beitragvon Ladybird am So 7. Feb 2010, 11:36

Liebe Dani,
mach dich nicht kleiner als du bist! Ich kann gut verstehen, dass die negativen Aspekte dich erstmal umhauen aber ich kann dir nur sagen, bei diesem Beruf ist Ausdauer und Herzblut gefragt. Solltest du das wirklich wollen, dann ist es durchaus machbar, natürlich muss man einiges dafür tun aber es geht sehr vielen genauso wie dir :) Auch ich hätte bis vor einem halben Jahr nie gedacht, dass ich das schaffen werde und jetzt steh ich kurz vorm Ausbildungsbeginn.

Wegen des Praktikums brauchst du dir überhaupt keine Gedanken zu machen schlechter dazustehen als andere. In der Regel startet ja jeder unwissend in ein Praktikum, deshalb macht man es ja! Niemand verlangt von dir irgendwelche Vorkenntnisse, nur Engagement und Interesse. Je mehr man davon zeigt, desto mehr darf man im Praktikum meist auch machen. In deiner Region kenn ich mich leider nicht aus, ich komme aus Berlin. Daher weiß ich nicht, wo man gute Chancen hat ein Praktikum zu machen. Am besten ist, du informierst dich nach Entbindungskliniken in deinem Umfeld oder freiberuflichen Hebammen. Dort rufst du einfach an und schickst eine Bewerbung hin. Hattest du nach deiner letzten Entbindung eine nachbetreuende Hebamme? Wenn ja, kannst du diese ja vielleicht auch mal ansprechen.

Ansonsten gibt es ja auch noch ähnliche Berufe, die der Hebammenarbeit in mancher Hinsicht nahe kommen. Zum Beispiel Kinderkrankenschwester. Da gibt es auch mehrere Kliniken, die ausbilden.
Wenn du Hebamme werden willst, muss dir vorher klar sein, dass du später oft auf Abruf stehst (zu jeder Uhrzeit), im Schichtdienst arbeitest (auch am Wochenende, Feiertags usw.) und dass natürlich nicht alles schön ist an dem Beruf. Schließlich läuft ja nicht jede Geburt reibungslos oder du bist natürlich auch für die Begleitung von Totgeburten und Abtreibungen zuständig.

Wie gesagt, mach dich nicht verrückt sondern sammel einfach möglichst viele Erfahrungen, manchmal ergeben sich ja auch ungeahnte plötzliche Möglichkeiten :)
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Re: Unsicher...

Beitragvon Ladyhawk am Mo 8. Feb 2010, 20:04

Hmm, das klingt einleuchtend!

Die Seite mit dem Schichtdienst, den Totgeburten und dem auf Abruf zu jeder Zeit sein ist mir bekannt, stellt bei mir aber kein Problem dar. Von daher stürze ich mich mal in den Bewerbungslauf, hab ja schließlich noch was vor mir!

Vielen Dank für deinen Rat, ich fühle mich nicht mehr so frustriert und bin mir nun sicherer bei der Entscheidung Hebamme zu werden!

Liebe Grüße aus dem Westerwald,

Dani
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